Unser Smart-Home System – oder wie alles begann

Wer bereits meine Über mich Seite gelesen hat, wird bereits wissen, dass mein Einstieg in die Smart-Home Welt einem Fehler in unser Verdrahtung der Elektrik geschuldet ist. Wir haben neben unserem Esszimmertisch zwar zwei Schalter, allerdings schaltet keiner dieser Schalter die Lampe über dem Tisch. Um hier eine Abhilfe zu schaffen und einen weiteren Schalter hinzuzufügen - ohne die Wände und Decken aufreißen zu müssen - habe ich mich damals nach einer smarten Lichtsteuerung umgesehen. Schnell landete ich bei dem Hue Ecosystem von Philips.

Da ich aber auch langfristig eine Art Sicherheitssystem im Haus installieren wollte, erweiterte ich meine Recherchen in diese Richtung. Schnell wurde mir klar, dass es hier zwar verschiedene Systeme gibt (Bosch, Homematic, Somfy, etc.). Diese aber aller Voraussicht nach nicht miteinander kompatibel sein würden und günstig waren sich auch nicht unbedingt. Das dämpfte die erste Euphorie etwas, schließlich wollte ich kein Vermögen ausgeben.

Dank eines Kollegen wurde ich dann auf freie Smart-Home Systeme wie Home-Assistant, Openhab und Co. aufmerksam. Genannter Kollege nannte mir dann ebenfalls den Zigbee Stick Conbee von Dresden Elektronik. Jetzt sah die Smart-Home Welt schon wieder ein wenig freundlicher aus. Der Conbee Stick ist nicht an bestimmte Hersteller gebunden und unterstützt die verschiedensten Geräte, u. a. auch Geräte von Xiaomi die über Aliexpress und Co. recht günstig zu beschaffen sind.

Und so begann meine Reise in die Smart-Home Welt. Ich befasste mich zu diesem Zeitpunkt mit den verschiedenen Systemen. Ein Netzwerkspeicher (kurz NAS=Network Attached Storage) konnte ich zu diesem Zeitpunkt bereits mein eigen nennen und sowohl Openhab als auch Home-Assistant ließen sich darauf (als Docker Container) installieren. Schnell stellte ich fest, dass Openhab für mich als Nicht-Progammierer zu kompliziert war. Mit Home-Assistant hingegen kam ich wesentlich besser zurecht. HA (kurz für Home-Assistant) wird mittels YAML Dateien konfiguriert - heute geht auch vieles über die UI - und das war für mich wesentlich ersichtlicher.

Nach den ersten Gehversuchen galt es dann Hardware zu beschaffen. Also bestellte ich endlich einen Conbee Stick und ein paar erste Lampen. Leider musste ich dann in den darauf folgenden Wochen feststellen, dass der Stick nicht ohne weiteres von meinem NAS erkannt und in den Container von HA geroutet werden konnte. Also was nun? Die Homepage von Dresden Elektronik brachte mich dann dazu einen Raspberry Pi 3 B+ (den 4er gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht) zu kaufen und den Stick damit zu betreiben. Das funktioniert bis heute auch noch fehlerfrei. Ich habe lediglich von dem zuerst verwendeten SD Karten Image, auf den Docker Container marthoc/deconz gewechselt. Ich musste nämlich mal zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Update rückgängig machen und das war für mich als Linux Neuling bei der nativen Installation von deconz (so heißt die WebUI von Dresden Elektronik) gar nicht so einfach. Der Rollback eines Containers schien da für mich schon eine Kleinigkeit zu sein.

Soweit, so gut. Fassen wir mal den Stand des damaligen Smart-Home Systems zusammen:

  • als Zentrale nutzen wir Home-Assistant, ausgeführt als Docker Container auf meinem NAS
  • als Funkprotokoll kommt Zigbee zum Einsatz, als Gateway dient der Conbee Stick an einem Raspberry Pi3
  • smarte Geräte gibt es bisher lediglich Lampen und Schalter von Busch Jäger

Nach und nach kommen nun weitere Zigbee Geräte dazu (Multisensoren und Tür- und Fensterkontakte von Xiaomi) und der Wunsch HA von außen erreichbar zu machen wächst.

In der Zwischenzeit habe ich mich auch intensiver mit meinem Netzwerkspeicher beschäftigt und hielt es für keine gute Idee das NAS dem Internet preis zu geben. Eine alternative Lösung musste her.

To be continued ...

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